Text: Simon Leitner • Fotos: Gerhard Berger

Richard Krewedl

Leiter technische Werkstätte

Richard Krewedl gehört zu jenen Menschen, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Nachdem er schon als Kind gerne alle möglichen Dinge auseinandergenommen und – nicht immer erfolgreich, wie er zugibt – wieder zusammengebaut hatte, fand er über eine Lehre als Optiker bei Miller den Weg in die technische Werkstätte, die er nun leitet. Von seinen Kunden hört der 54-Jährige, wie er sagt, oft, er sei der Beste. Doch auch wenn ihn derlei Lob freut, bleibt der Innsbrucker, der seit fast 40 Jahren Teil von Miller ist, bescheiden und lernwillig.

Mit welchen Apparaten hast du am meisten zu tun?
Früher waren es hauptsächlich mechanische Höhenmesser und Kameras, Sportuhren, Film- oder Diaprojektoren, heute sind es vor allem Mikroskope. Dafür bin ich in vielen Krankenhäusern, Arztpraxen und Labors in ganz Österreich unterwegs, denn die Reparatur dieser sensiblen Geräte ist eigentlich nur vor Ort möglich – denn sie zu zerlegen, zu verpacken und zu versenden, wäre einfach ein zu großer Aufwand.

Du hast mittlerweile 40 Jahre Erfahrung. Gibt es immer noch Überraschungen für dich?
Ja, auf jeden Fall. Es kommt etwa immer mal wieder vor, dass man bei einem Gerät nicht gleich den Fehler findet oder plötzlich ein anderer Defekt auftaucht – manchmal auch erst nach der Reparatur, was natürlich nicht nur für den Kunden, sondern auch für mich ärgerlich ist. Denn ich bin ein Perfektionist und möchte ja, dass das Gerät tadellos funktioniert, wenn ich es mir angeschaut habe. Aber als guter Servicetechniker muss man eben oft improvisieren.

Wie hat sich deine Arbeit in den vergangenen vier Jahrzehnten verändert?
Die größte Veränderung war sicher der Wechsel von Mechanik zu Elektronik. Das betrifft sowohl die Geräte, die ich reparieren muss, als auch andere Bereiche meiner Arbeit. Früher musste ich zum Beispiel, wenn ich im Außendienst unterwegs war, Pläne von den Geräten und auch Landkarten mitnehmen, die es vorher zu studieren galt, um den jeweiligen Kunden überhaupt finden zu können. Heute, mit Laptop und Smartphone, ist das natürlich einfacher. Schön ist jedenfalls, dass mich meine Tätigkeit mit vielen großartigen Menschen zusammenbringt und mir auch Einblicke in interessante Firmen gewährt.

Das wünsche ich Miller zum Jubiläum:

"Dass es so eine tolle Firma bleibt, wie ich sie schon seit 40 Jahren kenne, und das auch weiterhin von den Menschen geschätzt wird!"

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